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Gottes Wort verstehen und weitersagen

Referenten der Evangelium21-Konferenz betonen Klarheit der Heiligen Schrift

(Hamburg, 13.03.2016) Bibeltreue Christen sollten weniger über Predigten meckern und stattdessen selbst das Wort Gottes weitersagen. Dazu rief der Vorsitzende des Netzwerks Evangelium21, Matthias Lohmann, am letzten Tag der Jahreskonferenz des Vereins auf. „Wir sind nicht alle zum Pastorendienst berufen, aber jeder Christ hat den Auftrag, das Evangelium von Jesus Christus auf verständliche Art und Weise weiterzugeben“, sagte Lohmann vor rund 500 Konferenzteilnehmern. Dabei ziele die Verkündigung von Tod und Auferstehung Jesu Christi nicht in erster Linie auf die Veränderung von Lebensumständen, sondern darauf ab, Menschen vom Tod zum Leben zu rufen. „Allein das lebendige Wort Gottes schenkt Leben“, betonte Lohmann in seiner Predigt über Hesekiel 37,1-10. Er ermutigte die Konferenzteilnehmer der Bibel bedingungslos zu vertrauen, sie leidenschaftlich zu studieren und das Wort Gottes mutig weiterzugeben.

Der US-amerikanische Theologe und Hauptredner der Konferenz, Kevin DeYoung, warb in seinem Schlussstatement um Vertrauen in die Klarheit der Heiligen Schrift. Im Zeitalter des Pluralismus würden viele biblische Inhalte zur Interpretationssache erklärt. Dies entspreche nicht der Sicht, die Jesus und die Apostel auf das Wort Gottes hatten. „Wir sehen im ganzen Neuen Testament, wie Jesus und seine Jünger mit großem Vertrauen aus der Heiligen Schrift zitieren und auf ihrer Grundlage zu argumentieren. Ganz offensichtlich vertrauten sie darauf, dass dort objektive Wahrheiten zu finden sind“, sagte DeYoung.

Auch der Generalsekretär des Netzwerks Evangelium21, Ron Kubsch, sprach sich für die Klarheit der Bibel aus. Er beobachte mit Sorge, dass es unter Christen besonders in ethischen Fragen immer populärer werde, den Wahrheitspluralismus für gut zu heißen und unangenehmen Diskussionen aus dem Weg zu gehen. „Ich empfinde es als intellektuellen Bankrott, sich ausschließende Interpretationen gleichwertig nebeneinander stehen zu lassen“, sagte Kubsch im Rahmen einer Podiumsdiskussion. Darüber hinaus halte er so eine Position auch für eine besondere Lieblosigkeit gegenüber Menschen, die sich fragen, wie sie Frieden mit Gott finden können. Dabei könne letztlich nur Gottes Sicht auf den Menschen helfen.

Die Jahreskonferenz des Netzwerks Evangelium21 fand vom 10.-12. März in der Hamburger Arche-Gemeinde statt und stand unter dem Motto „Gott beim Wort nehmen“. In verschiedenen Vorträgen und Seminaren beleuchteten die Redner die Vertrauenswürdigkeit der Bibel. Zu Evangelium21 gehören Christen aus verschiedenen Kirchen und Gemeinden. Sie verbindet das uneingeschränkte Vertrauen in die Heilige Schrift sowie eine Theologie, die auf die von den Reformatoren wiederentdeckten Wahrheiten ausgerichtet ist: Gnade allein, Glaube allein, die Schrift allein, Christus allein und zu Gottes Ehre allein.

www.evangelium21.net

Pressemitteilung vom 13.03.2016 zur E21-Konferenz 2016 zur freien Verwendung.