Blog

Bald ist Heiligabend

In wenigen Wochen ist Heiligabend. Als Kind freute ich mich schon Monate vorher auf diesen Tag und konnte es kaum erwarten, die Atmosphäre mit all den Kerzen, Lichtern, der besonderen Musik im Gottesdienst und die Anspannung vor der Bescherung zu erleben. Als Kind gläubiger Eltern wusste ich von Anfang an, worum es an Weihnachten wirklich geht, was der eigentliche Anlass dieses Festes ist und woher die Geschenke tatsächlich kommen. Und doch überragte das Interesse an den Geschenken und dem Drumherum. Ich kenne die Skepsis vieler Christen am Weihnachtsfest und kann gewisse Argumente nachvollziehen. Heute, wo ich selbst Vater bin, stehe auch ich jedes Jahr vor der Frage: Wie begehen wir dieses Fest? Kaufen wir Geschenke? Beschränken wir uns auf die Festlichkeiten im Rahmen der Gemeinde?

Was ich meinen Kindern in dieser Zeit vor allem vermitteln möchte, ist folgende Wahrheit: Ganz gleich, welchen Rahmen wir haben, Weihnachten ist die Erinnerung an Gottes Treue gegenüber seinem Volk und seinen Verheißungen. Gott hat den Menschen vor Generationen versprochen, dass Er in dieser heillosen Welt Frieden schaffen wird. In Christus hat Er uns diesen Frieden gebracht. Schon heute dürfen wir den inneren Frieden mit Ihm erfahren. Wir sind versöhnt durch das Blut Jesu. Und in der Zukunft erwartet uns ein noch viel größeres Maß an Frieden und Zufriedenheit – in einer Welt, in der in Ewigkeit Frieden, Gerechtigkeit und Freude herrschen. Doch bis es soweit ist, werden umfassender Friede, wahre Gerechtigkeit und anhaltendes Glück Wunschträume bleiben. Daher ist Weihnachten eine Stütze, eine immer wiederkehrende Erinnerung an Gottes Treue, bis Jesus wiederkommt. Mit jedem Weihnachtsfest sind wir „unserem Heil ein Stück näher als zu dem Zeitpunkt, an dem wir gläubig wurden“ (Röm 13,11). Jedes Loblied, das wir singen, ist ein Echo der himmlischen Chöre, deren Gesang eines Tages das ganze Universum erfüllen wird. Jedes Weihnachtsgeschenk ist ein kleiner Fingerzeig auf das größte Geschenk, das wir in Christus bekommen haben und das wir am Tag seiner Wiederkunft für alle Zeit erhalten werden. Jede festliche Stimmung ist nur ein kleiner Vorgeschmack auf das große Fest, das wir eines Tages in der Gemeinschaft mit unserem wundervollen Herrn und Erlöser feiern werden.

Ich wünsche Ihnen und mir selbst, dass unser größtes Verlangen auf Jesus Christus hin ausgerichtet ist. Und dass der Sohn Gottes, der sein Leben am Kreuz von Golgatha zu unserem Heil hingab, uns Frieden und Freude bringt – im kommenden Jahr und bis in alle Ewigkeit.

„Denn siehe, ich verkündige euch große Freude, die für das ganze Volk sein wird. Denn euch ist heute ein Retter geboren, der ist Christus, der Herr, in der Stadt David“ (Lk 2,10-11).

Gott segne Sie,

Ihr Benjamin Schmidt
Vorstand Evangelium21


Patterson

Benjamin Schmidt ist Leiter der Herold-Schriftenmission und gehört zum Vorstand von Evangelium21. Er und seine Frau Hanna haben drei Kinder. Sie gehören zur Immanuel-Gemeinde in Wetzlar.