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10 Zitate aus John Pipers „Ihn verkündigen wir“

Predigten, die nicht das Aroma der Größe Gottes verbreiten, können vielleicht eine Zeit lang unterhalten, treffen aber nicht das tiefe Verlangen der Seele: „Zeige mir deine Herrlichkeit!“ (S. 9).

Ich möchte verdeutlichen, dass das Hauptaugenmerk der Predigt auf Gottes freier, souveräner Gnade liegt, dass der Eifer Gottes für seine eigene Herrlichkeit das alles vereinende Thema sein muss, dass das unendliche und unermessliche Wesen Gottes das Hauptziel der Predigt ist und dass die Heiligkeit Gottes die alles durchdringende Atmosphäre der Predigt sein soll (S. 21–22).

Ist das Reich Gottes ein Schatz, dann ist Unterwerfung eine Freude. Oder andersherum gesehen: Wenn Unterwerfung eine Freude ist, dann wird ds Reich Gottes wie ein Schatz verherrlicht. Wenn also das Ziel des Predigens die Verherrlichung Gottes ist, muss die Predigt auf freudige Unterwerfung unter seine Herrschaft abzielen und nicht auf brutale Unterwerfung (S. 27).

Wenn moderne Selbstwert-Propheten behaupten, das Kreuz verdeutliche meinen eigenen unendlichen Wert, weil Gott bereit gewesen sei, einen so hohen Preis für mich zu zahlen, verdreht das die Bedeutung des Kreuzes auf schreckliche Weise. Die biblische Perspektive ist, dass das Kreuz den unendlichen Wert von Gottes Herrlichkeit verdeutlicht – und die unermesslich große Sünde meines Stolzes (S. 34).

Die Zentralität Gottes in der Predigt fordert: Beim Predigen muss es unser beständiges Ziel sein, Gottes Herrlichkeit zu präsentieren und anzupreisen [...], und die Allgenügsamkeit des Kreuzes Jesu Christi muss unsere Predigt berechtigen und unseren Stolz demütigen [...]. Und das souveräne Werk des Geistes Gottes muss die Kraft sein, durch die all das erlangt wird [...] (S. 39).

Wo die Bibel als inspiriertes und unfehlbares Wort Gottes anerkannt wird, kann der Predigtdienst florieren. Aber wo die Bibel lediglich als Dokumentation nützlicher religiöser Erkenntnisse behandelt wird, stirbt die Predigt (S. 42).

Freude und Ernst sollten im Leben und Reden eines Predigers in solcher Weise verwoben sein, dass sowohl sorglose Seelen zur Vernunft gebracht als auch die Lasten der Heiligen gelindert werden (S. 54–55).

Dienst an den Auserwählten ist kein Zuckerguss auf dem Kuchen ihrer ewigen Heilssicherheit. Dieser Dienst ist das von Gott bestimmte Mittel, um sie beharrlich zu bewahren. Ewige Heilssicherheit ist ein Gemeinschaftsprojekt (Hebräer 3,12–13), und die Predigt gehört zu Gottes rettender und bewahrender Kraft. Er beruft wirksam durch sein Wort und er bewahrt wirksam durch sein Wort (S. 62–63).

Eine gute Predigt zielt darauf ab, „heilige Emotionen“ (engl. affections) zu wecken – wie z.B. Hass auf Sünde, Freude an Gott, Vertrauen auf seine Verheißungen, Dankbarkeit für seine Barmherzigkeit, Sehnsucht nach Heiligkeit und liebevolles Mitgefühl. Der Grund ist, dass das Fehlen von „heiligen Emotionen“ in Christen abscheulich ist (S. 88).

Dass unsere Versuche, den Himmel attraktiv und die Gnade erstaunlich aussehen zu lassen, oft extrem erbärmlich wirken, ist zum Teil eine Folge von unseren harmlosen Bildern der Hölle (S. 96–97).